Februar 20, 2015

Sie lieben Honig? Wir auch! Aber wussten Sie auch, wie es um die Honigbienen in Europa bestellt ist? Tatsächlich haben diese kleinen arbeitssamen Insekten es immer schwerer und so wird ihr Produkt – der Honig, zu einem immer wertvolleren, selteneren Gut.

Seit bereits etwa 20 Jahren gibt es immer weniger Bienen. Das liegt vor allem am massiven Einsatz von synthetischen Pestiziden und Insektiziden, aber auch an der stark sinkenden Biodiversität. In Frankreich wurde das Bienensterben schon Mitte der 1990er Jahren als alarmierend eingestuft: so sank die Zahl der Imker von 2004 auf 2012 um 40%, die zahl der Bienenstöcke um 20% und der jährliche Ertrag um rund 28%, was zu jährlichen Verlusten von über 30% führte. 
Das Phänomen kennt aber natürlich keine Landesgrenzen und hat sich auch auf andere europäische Länder sowie die USA und Canada ausgeweitet. 

Die Konsequenzen liegen auf der Hand: da viele Pflanzen für ihren Fortbestand auf die Bestäubung durch Insekten (u.a. Bienen) angewiesen sind, bedingt das Bienensterben auch den Rückgang dieser Pflanzen und dies hat wiederum Auswirkungen auf unsere Lebensmittelressourcen … Bienen sind nun mal ein verlässlicher Indikator für den Zustand unserer Umwelt und somit auch für Umweltschäden unterschiedlichster Art.

Laut Julien Bourrette, Imker aus dem Languedoc-Roussillon und Produzent der wunderbaren Honige von „Mes ruches“, sind die neuartigen Pestizide, sogenannte neonicotinoide Insektizide, eine wahre Katastrophe für die Bienen, weil sie sich permanent in den Pflanzen festsetzen, da sie durch den Pflanzensaft durch die Pflanze zirkulieren. 

In Kombination mit vielen anderen Faktoren (gentechnisch verändertes Saatgut, elektromagnetische Schwingungen, Umweltverschmutzung im Allgemeinen, Klimawandel, das Verschwinden verschiedener Pflanzen- und Blumenarten, Viren, Parasiten, Pilzbefall …) gelingt es immer mehr Bienen nicht, mit dieser großen Belastung fertig zu werden und so kommt es zu massivem Bienensterben.  

Dementsprechend ist die Honigproduktion in Frankreich seit den 90er Jahren rückläufig: während laut Julien im Jahr 1995 noch 32.000 Tonnen Honig produziert wurden, waren es im Jahr 2009 schon nur noch 18.000 Tonnen und im Jahr 2014 nur noch 10.000 Tonnen. 
Auch Julien schätzt die Situation als nicht sehr rosig ein, bewertet aber als positiv, dass der Honigkonsum in Europa stabil bleibt und dieses so wunderbare Naturprodukt für seine gesundheitsfördernden Eigenschaften weiterhin geschätzt wird. Er konstatiert auch bei den Endkonsumenten ein wachsendes Bewusstsein dafür, dass Honig ein wertvolles Naturprodukt ist, das saisonalen Schwankungen unterworfen ist und das – wenn es auf nachhaltige Weise gewonnen wird – auch seinen Preis hat. Durch seine naturverbundene Arbeit setzt Julien ein Zeichen für ein Umdenken – damit wir auch in 50 Jahren noch echten Honig von echten Bienen essen können! 


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