Kein Problem, ich gebe es gern als erste zu: früher habe ich Nutella mit einem großen Löffel direkt aus dem Glas genascht. Das ist inzwischen vorbei. Allerdings nicht etwa, weil ich mich inzwischen besser zügeln könnte … nein, ich habe einfach einen besseren Ersatz gefunden! Der kommt in Form von gerösteten Haselnüssen aus dem Piemont, die ja auch die Basis für den berühmten braunen Brotaufstrich bilden.

Die Sorte, die im Piemont vorwiegend kultiviert wird, heisst Tonda gentile trilobata, was so viel bedeutet wie die runde gutmütige dreibäuchige. Ein schöner Name, oder? Und so vielsagend ... 
Wenn man die Packung mit den gerösteten Nüssen zum ersten Mal öffnet, strömt einem der unfassbar sinnliche Geruch von Nougat entgegen und lässt die Nasenflügel in Vorfreude sanft erzittern. Und dann der erste Biss: knusprig, aromatisch, süß, nussig … Jede einzelne dieser dickbäuchigen Kugeln schmeckt wie eine Vorahnung all der feinen Köstlichkeiten, die man daraus noch zaubern kann: Nusskuchen, Schokocreme, Haselnusseis …

Doch es geht nichts über den puren Genuss, deshalb esse ich die Nüsse am liebsten einfach so. Eine nach der anderen. Man gönnt sich ja sonst nichts! Super lecker schmecken sie auch zu Käse, vor allem zu Ziegen- und Blauschmimelkäse oder zu üppigem Bergkäse und sind ganz allgemein eine tolle Ergänzung jeder Käseplatte!

Für den schnellen Energie-Kick zwischendurch haben wir uns ein Dreierlei der Super-Sünden ausgedacht: das besteht aus einem Stück würzigem Bergkäse (ideal sind Abondance, Beaufort, Gruyère oder Mängisch) mit einer Flocke Rohmilchbutter und einer gerösteten Haselnuss darauf – gewissermaßen als Kirsche auf der Sahne! Das lässt den Blutzuckerspiegel schlagartig hochschnellen und man hat genug Energie für alles, was der Tag noch so bringt.

Eine weitere Kreation ist diese von uns im Team als “Luxus-Stulle” bezeichnete Dekadenz: eine Scheibe geröstetes Brot von der Bread Station, darauf mild-gesalzene Rohmilchbutter und darauf eine dicke Schicht reines Piemonteser Haselnussmus. Wenn die Zähne durch diese drei Schichten beißen und sich alles zwischen Zunge und Gaumen zu einer cremigen Schicht der Wonne verbindet ... soooo gut!

Das reine Haselnussmus klingt so unschuldig, hat es aber faustdick hinter den Ohren: Zwar ist – anders als bei Nutella – kein Zucker und keine Schokolade enthalten, jedoch haben wir es hier mit fast reinem Nussfett zu tun. Das enthaltene Fett ist allerdings von der allerbesten Sorte: 60 Prozent der enthaltenen Fette bestehen aus den sogenannten ungesättigten Fettsäuren, so dass man sagen kann: der Verzehr in Maßen ist durchaus gesund, zumal die hochwertigen pflanzlichen Öle der Haselnuss den Fettstoffwechsel ankurbeln. Schon lustig, dass Fett den Fettstoffwechsel ankurbelt.
Was die Zaubernuss außerdem enthält: hochwertige Proteine, Vitamin A, B, C und E sowie wertvolle Mineralstoffe wie Eisen, Kalium, Phosphor und Magnesium. Die Wissenschaft hat außerdem bewiesen, dass Haselnüsse dabei helfen, den Cholesterinspiegel im Blut zu senken und das Gedächtnis und die Nervenfunktionen stärkt. Stichwort “Nervennahrung”. Na dann!

Wenn die Nerven also mal wieder blank liegen: gönnt euch doch eine Haselnuss oder eine Luxus-Stulle! Alles, was ihr dazu braucht, findet ihr natürlich bei uns.