Juni 02, 2017

Vor Kurzem bin ich bei einem Ausflug ins Teltow-Flämische auf eine alte Getreidemühle gestoßen, die mich so begeistert hat, dass ich einen Besuch dort Jedem unbedingt ans Herz legen möchte!
Eine Perle im Berliner Umland, keine Autostunde von Berlin entfernt: Die Obermühle Gottsdorf. Am kommenden Pfingstmontag, den 05.06.2017, ist übrigens Mühlentag, da können Sie die Mühle auch gleich besichtigen. Los geht es ab 10:00 Uhr. 
Die 1285 das erste Mal schriftlich erwähnte Obermühle Gottsdorf ist seit 1904 im Besitz der Familie Röthel. Sie ist ein technisches Denkmal und einzigartig in Brandenburg: Der Antrieb der Getreidemühle erfolgt auch heute noch durch ein großes Wasserrad!
Wir trafen bei unserem Besuch den über 80jährigen Senior Martin Röthel an, der uns freundlicherweise ganz spontan die Mühle zeigte und etwas von dem phantastischen Mehl verkaufte. 
Bei unserem Besuch waren fast alle Mahlmaschinen in Betrieb, die Keilriemen ratterten und alles war von einer feinen Schicht Mehl bedeckt. 
Das Getreide, welches in der Mühle gemahlen wird, stammt aus Bio-Betrieben aus der Umgebung. Gemahlen werden Weizen, Dinkel, Roggen und – besonders toll, wie ich finde – der sogenannte Gelb- oder Safranweizen, der von einem Bauern bei Beelitz angebaut wird.
Gelbweizen ist eine alte Getreidesorte, die, wie der Name schon suggeriert, eine deutliche Gelbfärbung hat. Das macht Gelbweizen auch attraktiv für das Backen ohne Ei, da es die Backwaren schön gelblich einfärbt. Abgesehen davon ist Gelbweizen auch sehr gesund, da er jede Menge Carotinoide und Xanthophylle enthält, die als natürliche Antioxidantien und Provitamin A im menschlichen Körper wirken und so die körpereigenen Immunkräfte stärken. Der Geschmack von Gelbweizen ist harmonisch, kräftig und leicht nussig. 
Einer der größten Mehl-Abnehmer der Mühle ist übrigens die Potsdamer Bäckerei Fahland, deren Brote vor allem im Berliner Südwesten und Potsdam, aber auch in der einzigen Berliner Filiale am Theodor-Heuss-Platz auf dem RBB-Gelände zu haben sind. Eine Übersicht der Filialen findet man auf der Homepage von Fahland (auf der Startseite bis ganz nach unten scrollen). Das herzhafte Dinkelvollkornbrot "Kleiner Martin"ist übrigens nach Martin Röthel benannt. 
Neben der Mühle betreibt der Junior Markus Röthel auch ökologische Landwirtschaft und züchtet seit einiger Zeit Black-Welsh-Rinder. Diese robuste Rasse lebt das ganze Jahr über als Mutterkuhherde auf den Weiden – das Fleisch wird ab Herbst nur ab Hof verkauft. 
Markus Röthel Black Welsh Rinder

Neugierig geworden? So finden Sie die Mühle:

Obermühle Gottsdorf
An der Obermühle 12
OT Gottsdorf
14947 Nuthe Urstromtal
Tel.: 033732-40314
www.obermuehle-gottsdorf.de

Viel Spaß und eine schöne Landpartie! 


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