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Beaucastel, Famille Perrin

Von Philippe Causse am

One Year in The Southern Rhône Valley - With the Perrin Family

TERROIR:

Die Familie Perrin in Beaucastel

 

 

 

 

 

 

Der Boden von Beaucastel ist durch die Ungezähmtheit der Rhône geprägt. Er besteht aus einer maritimen Molasse-Schicht (Kalkstein) der Miozän-Zeit, die von den Kieselsteinen des alpinem Diluvium überlagert wird. Die Existenz dieser runder Kieselsteine zeugt von der Zeit, als die Rhône noch ein wilder Strom war und von den Ausläufern der Alpen Felsbrocken mit sich riss, die sie in die Ebene spülte und dort ablagerte.

So entstand der für Beaucastel so typische Boden. Die Kieselsteine haben eine positive Auswirkung auf die Qualität des Weins: Sie speichern tagsüber die Hitze und geben sie den Rebstöcken in der Nacht wieder ab.

Das Mikroklima spielt hier eine wichtige Rolle. Es ist gekennzeichnet durch eine geringe Regenmenge, den Mistral, der die Luft sauber und trocken hält, sowie eine wunderbare Sonneneinstrahlung.

All diese Elemente stehen in gegenseitiger Wechselbeziehung und verstärken einander, vor allem aufgrund spektakulärer Temperaturunterschiede. Sie verleihen dem Terroir von Beaucastel seinen spezifischen Charakter und seine Einmaligkeit, die Charakteristika eines Grand Cru.

Der Boden des Château de Beaucastel ist steinig, gut durchlüftet, porös und filternd. Die Rebstöcke wurzeln hier besonders gut. Die Bodenbeschaffenheit zeichnet sich aus durch:

  • eine schnelle Oberflächenerwärmung im Frühjahr.
  • geringe Wasserreserven.
  • eine Trockenheit, unter der die Reben im Sommer zu leiden haben.

Das Weingut umfasst heute 130 Hektar, wovon jedoch lediglich 100 Hektar mit Rebstöcken bepflanzt sind.

  • 3/4 als Appellation d'Origine Contrôlée Châteauneuf-du-Pape (CHATEAU DE BEAUCASTEL).
  • 1/4 als Appellation d'Origine Contrôlée Côtes-du-Rhône (COUDOULET DE BEAUCASTEL).
  • Die übrigen 30 Hektar dienen zur Bepflanzung neuer Rebstöcke. Jedes Jahr werden ein bis zwei Hektar Reben ausgerissen und die gleiche Fläche, die seit mindestens zehn Jahren keine Rebstöcke mehr trug, wird neu bepflanzt.

Alle 13 Rebsorten der Appellation Châteauneuf-du-Pape sind auf dem Weingut vertreten: MOURVEDRE, GRENACHE, SYRAH, CINSAULT, VACCARESE, COUNOISE, TERRET NOIR, MUSCARDIN, CLAIRETTE, PICPOUL, PICARDAN, BOURBOULENC und ROUSSANNE. Diese Rebsorten stehen unter ständiger Beobachtung und Kontrolle, um eine qualitativ rigorose Selektion zu erzielen.

Die Weinqualität ist uns sehr wichtig, daher zielen die in Beaucastel gewählten Arbeitsmethoden einzig und allein darauf ab, einen großen Wein mit den Charakteristiken des jeweiligen Jahrgangs zu präsentieren. Einen außergewöhnlichen Wein, der die Ursprünglichkeit des Terroirs zum Ausdruck bringt.

GESCHICHTE:

Weinernte in BeaucastelUnter Papst Johannes XXII wurden im Jahre 1321 vier leere Fässer aus dem päpstlichen Weinkeller in Avignon nach Châteauneuf gebracht, um sie füllen zu lassen. Später ließen die Päpste neue Rebstöcke anpflanzen und der päpstliche Wein erlangte allmählich Berähmtheit.

Die Beaucastel-Familie lebte Mitte des 16. Jahrhunderts in Courthézon. Im Jahre 1549 erwarb der Edelmann Pierre de BEAUCASTEL eine Scheune mit den umgebenden Ländereien, die auch Coudoulet umfassten.

Später wurde das heute noch existierende Herrenhaus hier errichtet und in einem kleinen Salon wurde das Wappen von Beaucastel in Stein gemeißelt. Die Familie Beaucastel zählte zu den angesehensten Einwohnern der kleinen Stadt.
Pierre de Beaucastel erhielt 1687 von König Ludwig als Anerkennung für sein Engagement für den katholischen Glauben den Titel "Capitaine de la Ville de Courthézon". Das Schreiben von Ludwig XIV., welches auch Colbert unterzeichnet hatte, ist auch heute noch in unserem Besitz.

Zwei Jahrhunderte später, zur Zeit der Reblausplage, gehörte Beaucastel einem gewissen Elie Dussaud, der zusammen mit Ferdinand Lesseps den Suezkanal errichtet hatte.

Im Jahre 1909 übernahm Pierre Tramier das Weingut. Er übertrug es schließlich seinem Schwiegersohn Pierre Perrin, einem Wissenschaftler, der dem Weingut zum Aufschwung verhalf – einen Aufschwung, den Jacques Perrin weiter vorantrieb und der Beaucastel bis 1978 zu weiterem Glanz verhalf...

Heute leiten Jean-Pierre und François, die Söhne von Jacques PERRIN, das Weingut. Die fünfte Generation mit Marc, Pierre, Thomas und Matthieu steht schon bereit zur Übernahme.

PHILOSOPHIE

Wir wollen den Rebstock in seinem natürlichen Umfeld belassen, das heißt in seiner Beziehung zu Boden, Tieren und Gestirnen, unter deren Einfluss er steht.

Wenn eine Walderdbeere aromatischer ist als eine Erdbeere aus dem Treibhaus, so liegt dies daran, dass erstere – obwohl kleiner und optisch weniger attraktiv – natürlich gewachsen ist. Die Walderdbeere entfaltet ihr volles Aroma, wohingegen der Geschmack der gezüchteten Erdbeere zugunsten ihres Aussehens verwässert wurde.

Genauso verhält es sich bei den Weintrauben. Um einen ausdrucksvollen Wein herstellen zu können, benötigt man Trauben mit Aroma. All unsere Anstrengungen zielen darauf ab.

Diese Art von Weinbau verschafft uns die Genugtuung, Trauben zu ernten, die gesund und ausgewogen sind und die es ermöglichen, einen wirklich hochwertigen Wein zu keltern.

Chemische Dünger sind bei uns verboten. Dafür wird Kompost eingesetzt, der auf der Domaine entstand und der, wenn er einmal auf dem Boden des Weinbergs verteilt wurde, den Humusgehalt und das mikrobiologische Gleichgewicht des Bodens erhält.

Die Eingriffe werden auf ein Minimum reduziert; die natürlichen Nährstoffe des Bodens erlauben, "die Physiologie einer Pflanze und ihre natürlichen Abwehrkräfte anzuregen.

Wir verhindern dadurch, dass ein Teufelskreis an chemischen Eingriffen in Gang gesetzt wird, der zwar radikal den ein oder anderen Schädling bekämpft, aber aufgrund des entstandenen Ungleichgewichtes noch schlimmere Ungezieferformen hervorruft. 

Durch den ausschließlichen Einsatz organischer Dünger blieben wir von vielen Krankheiten verschont. Heute leben sehr viele Bienen und Vögel, Grillen und Marienkäfer in Beaucastel.

WEINBEREITUNG

Weinbereitung in BeaucastelDas ausschließlich von Hand gelesene Traubengut wird nach seiner Ankunft im Keller sorgfältig selektiert. Nur die schönsten Weintrauben werden verwendet. Nach dem vollständigen Abbeeren wird das Traubengut in temperaturkontrollierten Tanks 15 Tage lang traditionell vinifiziert.

Alle Rebsorten werden getrennt vinifiziert, da jede ihren Charakter, ihre Aromastoffe, ihre Originalität bewahren soll:

  • Grenache und Cinsault bringen Wärme, Farbe und Geschmeidigkeit.
  • Mourvèdre, Syrah, Muscardin und Vaccarèse stehen für Struktur, Lagerfähigkeit, intensive Farbe sowie Reintönigkeit.
  • la Counoise, le Picpoul ... verleihen einen weinigen Charakter, Frische und ein Bukett einzigartiger Aromen.

Ist die Gärung beendet, folgt die Verkostung von jedem Wein aus jeder Rebsorte, um daraus eine einzigartige Cuvée zu kreieren. Dies ist eine Tätigkeit, die großes Können und Fingerspitzengefühl verlangt. Die Familie Perrin entscheidet gemäß der Prozentsätze jeder Rebsorte – die übrigens jedes Jahr variieren – über die Qualität und den spezifischen Charakter eines jeden Jahrgangs. Diese Vermählung der Weine ist das Ergebnis monatelanger Arbeit, Sorgfalt und liebevoller Fürsorge. Sie ist der Ausdruck des Terroirs in einem ganz bestimmten Jahr.

Der Wein wird dann in große Eichenfässer gefüllt, wo er ein Jahr lang seiner Reife entgegengeht. Diese Ruhe- und Reifephase wird lediglich durch den Vorgang des Abfüllens unterbrochen. Hier reift der Wein, bereitet sich vor, entwickelt sich, bis wir den richtigen Augenblick erahnen, an dem der günstigste Abfülltermin gekommen ist.

Nur die Weine aus edlen Gewächsen, von Böden mit großer Geschichte, haben die Gabe gut zu altern.
Dies gilt für die Weine von Beaucastel. Wir lagern unsere Weine mit größter Sorgfalt in lichtgeschützten Kellern bei einer konstanten Temperatur von 15° C.

Alle Flaschen des CHATEAU DE BEAUCASTEL und des COUDOULET DE BEAUCASTEL sind "mises du domaine", also Erzeugerabfüllungen. Damit übernimmt die Familie PERRIN die volle Verantwortung für diese Weine.

Junge Beaucastel-Weine verströmen den Duft von Blumen, Früchten und Getreide. Je älter sie werden, desto subtiler, würziger und auch komplexer werden die Aromen.

Die Weine von Beaucastel sollten sicherlich mindestens sieben Jahre gelagert werden, bevor sie getrunken werden. Doch dies hängt im einzelnen vom Jahrgang ab.


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1652 reviews
Klaus-Michael Lörcher said: 5/5

Piemonteser Haselnüsse

Thomas Joswig said: Immer alles bestens !!!

Tolle Jahrgangssardinen mit wunderschönen Motiven, tolles Öl, immer alles sehr lecker!

Gernot Keuchen said: Superb

Bestens

DAgmar BRovot said: Super Qualität - Super Service

So macht einkaufen Spaß. Bestellt und schnell geliefert, 1a Qualität und auch noch ein persönlicher (Schokoladen)-Gruß. Vielen Dank, immer wieder gerne.

Vielen Dank, das freut uns sehr!
Dagmar Wellenbrink said: Superb

Alles sehr schnell und und liebevoll eingepackt und gekühlt geliefert!