In Iguerande an der Loire liegt die Ölmühle der Familie Leblanc. Jean-Charles Leblanc leitet in fünfter Generation den Betrieb, der so klein ist, dass er gerade mal drei Angestellte beschäftigt. Seit 1878 werden hier Wal-, Hasel- und andere Nüsse auf einer über 200 Jahre alten Steinmühle gemahlen und zu feinsten Ölen verarbeitet. Schwere Granitsteine quetschen die Nüsse zu einer fettigen Paste, die so keine industrielle Anlage hinbekommen würde – es käme nur Puder dabei heraus.
Die Paste wird dann in alten gusseisernen Pfannen leicht angeröstet, denn im Gegensatz zu den empfindlichen Oliven, die bei der Verarbeitung zu erstklassigem Öl auf keinen Fall erhitzt werden dürfen, verlangen Nüsse, die zu Nussöl gepresst werden, eine kurze Röstung. Die geröstete Masse wird anschließend kalt gepresst und das so gewonnene Öl dann vier bis fünf Tage dekantiert, bevor es in Flaschen abgefüllt wird.
Jean-Charles Leblanc lässt sich Pistazien aus dem Iran liefern, Haselnüsse aus dem Piemont und Walnüsse aus dem Périgord. Nur die besten Nüsse und Früchte kommen unter die Mahlsteine der Ölmühle Leblanc. Und so ist es kein Wunder, dass viele der großen Küchenchefs wie z. B. Paul Bocuse, Alain Passard vom Arpège oder Guy Martin vom Grand Véfour regelmäßig zu seinen Ölen greifen
Das Walnussöl von Leblanc ist ein hellgelbes, intensiv walnussiges Öl mit einer reichen Aromenstruktur. Zudem ist es noch sehr gesund: es enthält bis zu 70% mehrfach ungesättigte Fettsäuren und viel Vitamin E. Kaltgepresstes Nussöl verträgt nach der Pressung übrigens keine Wärme mehr, deshalb bitte nie zum Anbraten benutzen. Veredeln Sie stattdessen mit einer Walnuss-Vinaigrette Ihre Salate oder träufeln Sie das Öl einfach über gegrillten Ziegenkäse.





